10. Philosophietage 2019

Der Sport und das gute Leben


Biel, 8. November 2019: International renommierte Philosophen treffen auf Spitzen-Athletinnen und hinterfragen den Sport. Die zehnten Bieler Philosophietage bieten ein vielfältiges Programm mit bekannten Namen wie Hans-Ulrich Gumbrecht oder die Abfahrts-Olympiasiegern von 2014 Dominique Gisin.

Was ist Sport? Eine Quelle des Wohlbefindens, eine Domäne menschlicher Spitzenleistungen, eine
Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, ein Multi-Milliarden-Geschäft oder ein raffinierter Mix
von allem? Im Sport finden sich zentrale, widersprüchliche Fragen des Menschseins und der Organisation einer Gesellschaft: Sportlichkeit ist ein moralisches Ideal und gleichzeitig führt der sportliche Wettbewerb oft zu Herdentrieb und Ausgrenzung. Der Erfolg von Nationen wird an sportlichen
Siegen gemessen und ebenso soll Sport völkerverbindend sein. Manche Sportler werden zudem
Multimillionäre, während andere unabhängig von ihren Leistungen kaum etwas davon haben. Die
«gesunden» Athletinnen und Athleten beenden ihre Karrieren nicht selten in mehr als nur lädierten
Körpern und auffällig viele ehemalige Leader einer Sportart werden Opfer von Alkohol und anderen
Drogen. Ja, was ist Sport «eigentlich»?

9. Philosophietage 2017

Wer ist «Wir»?

Über das Innen und Aussen von Grenzen


Biel, 2. November 2017:  Im  Sport,  in  der  Politik,  Kultur,  in  den  Wissenschaften,  der  Philosophie  und  den  Religionen  wird  in  vielfältiger  Weise  vom  «Wir»  gesprochen.  Wer  ist  dieses  «Wir»?    Woher  kommt  ein  «Wir»?  Wie  entwickelt  es  sich?  Welche  Rolle  übernimmt  ein  «Wir»?  Dem  Vorstand  des  Vereins  Bieler  Philosophietage  ist  es  wiederum  gelungen,  renommierte  Philosophinnen  und  Philosophen  aus  Deutschland,  Frankreich  und  der  Schweiz  nach  Biel  zu  holen.  

Im November 2001 starteten die ersten Bieler Philosophietage mit dem Thema «Philosophie und Psychologie – eine Gratwanderung». Das Konzept, Menschen aus dem französischsprachigen Sprachraum mit deutschsprechenden an der Sprachgrenze zusammen zu bringen, verfing. Auch die Idee, das Publikum in Ateliers voll in die Debatten einzubauen, haute hin. Die Verbindung von Philosophie mit bildender Kunst, Theater, Film, Literatur kam zudem ganz offensichtlich einem Bedürfnis entgegen. Angst vor der Philosophie? In Biel nie! Philosophie wurde ohne jede Trivialisierung «handgreiflich». Wir wollten zudem Menschen an einen Tisch bringen, die sonst in der Öffentlichkeit kaum je gemeinsam aufgetreten wären. Natürlich mussten dafür «Übersetzungsleistungen» erbracht werden, natürlich waren alle Publikationen zweisprachig. Doch das lohnte sich. Sie sehen unten eine Liste mit Personen, die gerne, begeisternd und begeistert nach Biel kamen. Die bisherigen Themen kreisten um das Geld, die Kunst, Tierethik, Zeit, ums Wohnen, die Religion oder die Bildung.

8. Philosophietage 2015

Das Tier und wir


Biel, 27. Oktober 2015: Mit einem vollen Dutzend Veranstaltungen wartet die neue Edition der Bieler Philosophietage auf. Damit wird dieses seit 2001 durchgeführte „Fest der Philosophie“ der bisher grösste Event sein. Das Prinzip, Philosophie interessierten Laien zugänglich zu machen, wird durch die Reichhaltigkeit und Verschiedenheit der Anlässe noch unterstrichen. Tanz, Musik, bildende Kunst, Literatur, Film und Philosophie reichen sich an den Philotagen 2015 die Hände.

Das Thema „Mensch und Tier“ spricht an. Der Fleischkonsum, die Frage nach den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Mensch und Tier und das Problem des Tierischen in uns sind grundlegende, spannende Themenfelder. Die Organisatoren der 8. Bieler Philosophietage haben es auf entsprechend intensive Auseinandersetzungen abgesehen.

7. Philosophietage 2013

Haben Sie Zeit? 

Philosophie und Zeit


Biel, 22. Oktober 2013: In drei Wochen werden die 7. Bieler Philosophietage zum Thema „Haben Sie Zeit?“ eröffnet. Dem Verein Bieler Philosophietage ist es gelungen, renommierte Philosophinnen und Philosophen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Biel zu holen. Erneut ist neben dem Theater Biel-Solothurn und dem Filmpodium auch das Kunsthaus CentrePasquArt in das Programm eingebettet. In der Tagungsbroschüre werden die Referenten portraitiert und zentrale Fragestellungen umrissen. Die Veranstalter erwarten ein zahlreiches Publikum.

Zeit ist ein zentrales Thema der Philosophie. Zeit umgibt uns, Zeit wird gemessen. Zeit kann man nicht einfach haben, sie ist zu kostbar. Zeit ist Geld, doch Zeit lässt sich nicht kaufen. „Haben Sie Zeit?“ ist in unserer schnelllebigen Zeit also alles andere als eine harmlose Frage.

6. Philosophietage 2011

Fürchte dich nicht!

Alles unter Kontrolle!


Biel, 3. November 2011: Was muss man tun, um Menschen an einen Tisch zu bringen, die sonst nicht (intensiv) miteinander sprechen? Wie kann die Angst vor der Philosophie der freudigen Anstrengung bei der Auseinandersetzung mit aktuellen philosophischen Fragen Platz machen? 

Wie kann einer Philosophin oder einem Philosophen «auf Augenhöhe» begegnet werden ? Seit genau 10  Jahren versuchen die Veranstalter/innen der Bieler Philosophietage diese Fragen zu beantworten. Alle zwei Jahre treffen sich bekannte Denker/innen (v.a.) aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz, um zusammen mit einem Laienpublikum, mit Kulturschaffenden, Politikern, Schüler/innen und Student/innen zu diskutieren. Kurze Einführungsreferate bilden dabei ebenso die Basis für Gespräche wie ausgewählte  Filme, Theaterstücke oder künstlerische Darbietungen. 

Im Jahr 2011 wird in Biel folgende Frage behandelt : «Woher kommt die zunehmende Lust auf Kontrolle? Mit welchen Formen der Kontrolle sind wir zur Zeit konfrontiert?» 

Die Bieler Philosophietage freuen sich über die Unterstützung der UNESCO, die am 17. November in Paris den «Welttag der Philosophie» begeht.

5. Philosophietage 2009

Wo wohne ich?

Philosophie und Ort


Biel, 06. November 2009: Vom 13. bis 15. November werden in der Seelandmetropole die fünften Bieler Philo-sophie¬tage zum Thema „Wo wohne ich? – Philosophie und Ort“ stattfinden. Bekannte Persönlichkeiten wie die Philosophin Annemarie Pieper und der Direktor der Cinémathèque Suisse Frédéric Maire begeben sich dabei mit dem Publikum auf eine Odyssee über Raum, Architektur und Heimat.

Die Frage „Wo wohne ich?“ hat für viele Menschen in Zeiten der Wirtschaftskrise eine beklemmende Realität erhalten. Die Pressekonferenz der 5. Bieler Philosophietage findet denn auch nicht zufällig in einem Campingzelt statt – in vielen Ländern die neue Wohnstätte von Menschen, die Arbeit und Wohnung verloren haben. Doch die 5. Bieler Philosophietage verharren nicht in der Aktualität, sondern stellen Fragen, die zum Nachdenken über den Ort der eigenen Existenz anregen sollen. Dabei geht es um Heimat und Cyberspace, Architektur und Stadtland-schaften – um Lebensräume des modernen Menschen.

4. Philosophietage 2007

„Ich bin, also denke ich.“


Biel, 11. November 2007: Das Motto der 4. Bieler Philosophietage „Ich kaufe, also bin ich“ wurde zum einem Publikumsmagnet. Rund 450 Personen diskutierten in unkonventionellen philosophischen Ateliers und liessen sich, angeregt durch Film, Theater und Musik, auf vielfältige Weise aufs Tagungsthema ein.

Konsumfrust und Kauffreude wurden philosophisch und ökonomisch beleuchtet und breit debattiert. Dabei ergaben sich in zehn unterschiedlichen Darbietungen überraschende Einsichten zum Thema Konsumentenmündigkeit und verführerischer Manipulation.

3. Philosophietage 2005

Der Mensch, des Menschen Wolf

Philosophie und Theologie


Biel, 12. Mai 2005: Unter dem Motto „Homo homini lupus – Philosophie und Theologie“ finden am 20. und 21. Mai 2005 die 3. Bieler Philosophietage statt. Mit bekannten Referentinnen und Referenten wie Albert Jacquard, Marit Rullmann oder Ulrich Knellwolf, mit kulturellen Darbietungen sowie in mehreren Diskussionsrunden wollen die Veranstalter dazu beitragen, philosophisches Denken einer interessierten Öffentlichkeit nahe zu bringen.

Der Philosoph Thomas Hobbes sah unter dem Eindruck des Dreissigjährigen Krieges im Menschen des Menschen Wolf – „homo homini lupus“. Seither sind rund 350 Jahre vergangen. Wir sehen uns heute gerne als zivilisierter an. Zumindest, was die direkten Beziehungen von Mensch zu Mensch betrifft. Wir sprechen von „sozialer Unternehmenskultur“, von „Mediation“, vertrauen auf die Konfliktlösung mittels Recht und Gesetz und setzten Ethik-Kommissionen für strittige Fragen ein. Als dies scheint auf ein erhöhtes Bewusstsein bezüglich menschlicher Umgangsformen hinzudeuten. Doch was bedeutet die allgegenwärtige Präsenz solcher Ausdrücke wirklich? Sind die Menschen – vorab in den Industrienationen – keine Wölfe mehr für ihre Mitmenschen? Oder versucht man heute, die menschliche Bestie gezielter zu zähmen? Das sind wesentliche Fragen der 3. Bieler Philosophietage.

Um sie zu diskutieren, kommen bekannte und sehr unterschiedliche Menschen nach Biel: Der Philosoph, Naturwissenschafter und Globalisierungskritiker Albert Jacquard aus Paris, der „grosse alte Mann“ der evangelischen Theologie, Eberhard Jüngel aus Tübingen, die (feministische) Philosophin und Publizistin Marit Rullmann aus Gelsenkirchen, die Philosophin Simone Zurbuchen aus Fribourg und der Religionsphilosoph Wolfgang Wackernagel aus Genf. Sie werden befragt und reflektiert vom Theologen Denis Müller aus Lausanne und dem Krimiautor und Theologen Ulrich Knellwolf – und natürlich vom Publikum.

2. Philosophietage 2003

Was ist schön?

Philosophie und Kunst


Biel, 15.09.2003: «Was ist schön?» fragen die 2. Bieler Philosophietage, die vom 17. bis 19. Oktober in der Bieler Altstadt und im Centre PasquArt stattfinden. Das Programm: Eine Folge von Highlights. Standen die erfolgreichen 1. Bieler Philosophietage 2001 unter dem Stichwort «Philosophie und Psychologie», so sind sie dieses Jahr mit «Philosophie und Kunst» überschrieben. Die Kernfrage lautet dabei: «Was ist schön?» Und die facettenreiche Recherche gilt dabei nicht einseitig der bildenden Kunst, sondern umschliesst verschiedenste Ausdrucksformen von der Musik über den Film und die Literatur bis zur Installation, zum Netzprojekt und zur Performance.

Renommierte Philosophen und Philosophinnen, Künstler und Künstlerinnen aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Frankreich referieren und diskutieren, musizieren, spielen, lesen, performen. Das Patronat der betont zweisprachigen Veranstaltung hat, wie bei der ersten Auflage, die Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften inne. Die Initianten und Veranstalter der multimedialen Tagung sind Markus Waldvogel und Markus Christen vom Bieler Atelier Pantaris, zusammen mit einer Gruppe von Mitdenkenden und Mitorganisierenden. Namhafte Organisationen unterstützen die Veranstaltung.

1. Philosophietage 2001

Philosophie und Psychologie

Eine Gratwanderung


Biel, 06.09.2001: Erstmals finden in der Stadt Biel die Bieler Philosophietage statt. Die nationale, zweisprachige Veranstaltung steht unter dem Patronat der schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften und sucht  den Dialog zwischen akademischer und populärer Philoso-phie unter direktem Einbezug der Öffentlichkeit.  Die klassische Form des Symposiums wird dabei verknüpft mit den Mitteln der philosophischen Praxis wie Café philosophiques, philosophische Stammtische und Gesprächsrunden. Das Kernthema der ersten Bieler Philosophietage lautet: „Philosophie und Psychologie – eine Gratwanderung“.

Philosophie erlebt derzeit einen markanten Aufschwung. Dies nicht zuletzt deshalb, weil sie Fragen stellt, welche den heutigen Menschen unter den Nägeln brennen. Sie unterstützt eine kritische, oft sehr persönliche Auseinandersetzung mit der Welt, in der wir leben. So etablieren sich in verschiedenen europäischen Städten philosophische Praxen, „Cafés philosophiques“ und philosophische Stammtische. Eine weit verbreitete populäre philosophische Literatur thematisiert zudem auf vielfältige Weise den „Sinn des Lebens“. Daneben tut sich einiges von philosophischer Bedeutung in den Wissenschaften, von dem die Leute vor allem via Massenmedien durchaus Kenntnis nehmen. So stossen beispielsweise bioethische Fragen heute auf ein reges öffentliches Interesse.